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D. Symmetrische Kryptographie
1. Grundlagen
Kryptographie ist die Wissenschaft der Verschlüsselung und Entschlüsselung von Informationen, um sie vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Diese Disziplin hat eine lange und faszinierende Geschichte. Schon in der Antike wurde die Cäsarverschlüsselung verwendet, bei der Buchstaben um eine bestimmte Anzahl Positionen im Alphabet verschoben wurden, um Nachrichten zu verschleiern. Im 16. Jahrhundert nutzte Maria Stuart eine Nomenklatur, um wichtige Informationen durch den Ersatz von Wörtern zu schützen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die polyalphabetische Verschlüsselung, bei der verschiedene Verschiebungen innerhalb einer Nachricht angewendet wurden, was die Entschlüsselung erschwerte. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die deutsche Enigma Maschine verwendet, um komplexe Verschlüsselungen zu erzeugen, die von den Alliierten jedoch erfolgreich entschlüsselt wurden. Diese historischen Meilensteine legten den Grundstein für die moderne Kryptographie, die heute eine entscheidende Rolle im Schutz digitaler Kommunikation und Daten spielt.
Alle oben erwähnten Verfahren haben etwas gemeinsam: es handelt sich um symmetrische Verfahren, d.h. die Nachricht wird mithilfe eines bestimmten Schlüssels verändert und sie kann dann mithilfe desselben Schlüssels wieder entschlüsselt werden (indem man die Schritte der Verschlüsselung rückgängig macht).
Aufgabe 1
- Was ist bei den oben erwähnten Verschlüsselungsarten jeweils der Schlüssel?
- Cäsarverschlüsselung
- Allgemeine Monoalphabetische Verschlüsselung
- Nomenklatur von Maria Stuart
- Polyalphabetische Verschlüsselung
- Enigma
Die Kryptograpie besteht aus einem immer wiederkehrenden Kreislauf: neue Methoden werden entwickelt, diese sind eine Zeit lang sicher und werden dann aber schliesslich geknackt, sodass wieder neue Methoden erfunden werden müssen. So ist es nicht verwunderlich, dass alle erwähnten Verfahren durch das clevere Ausnutzen von Schwachstellen und durch die Anwendung von statistischen Verfahren geknackt wurden.
2. Moderne symmetrische Verfahren
In der binär digitalisierten Welt bestehen die zu verschlüsselnden Daten aus einem Datenstrom, der aus lauter Einsern und Nullen besteht. Man unterscheidet grundsätzlich zwei Verfahren: Stromchiffren und Blockchiffren.
Diese ersten Rechenmaschinen funktionierten natürlich rein mechanisch und sie basierten auf dem uns bekannten Zehnersystem. Obwohl der geniale Mathematiker und Philosoph Gottfried Wilhelm Leibniz bereits 1679 das Binärsystem „erfunden“ hatte und zeigte, dass man mit diesem jegliche Zahl darstellen und jede Rechnung durchführen kann, dauerte es sehr lange, bis die Rechenmaschinen auf das Binärsystem setzten. Leibniz selbst hat 1685 eine Rechenmaschine konstruiert, die viel leistungsfähiger war als die Pascaline und die alle vier Grundrechenarten beherrschte. Diese Rechenmaschinen wurden über die Jahrzehnte stetig weiterentwickelt und konnten schliesslich die vier Grundrechenarten, sowie das Wurzelziehen und Quadrieren.
Siehe dir die ersten fünf Minuten dieses Videos an, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie mit diesen mechanischen Rechenmaschinen umgegangen wurde.
Zusatzfrage Wie funktioniert der gezeigte Algorithmus von August Toepler zur Berechnung der Wurzel einer Zahl?
Es dauerte bis ins Jahr 1938 als Konrad Zuse die erste mechanische Rechenmaschine Z1 baute, die auf binären Zahlen basiert. Relativ schnell erkannte Zuse, dass es viel effizienter sein könnte, wenn man die mechanischen Vorgänge durch elektromagnetische ersetzen würde. Er entwickelte die Z3, die als erster Computer gilt. In diesen Pioniertagen wurden für binäre Symbole Relais oder Elektronenröhren eingesetzt. Erst viel später wurden Transistoren verwendet, die heute zu Milliarden in den Computerchips stecken.