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Suchmaschinen
Was sind genau Suchmaschinen?
- Was sind genau Suchmaschinen?
- Welche verschiedenen Typen von Suchmaschinen gibt es oder spielt die Wahl der Suchmaschinen keine Rolle?
- Welche Technik steckt dahinter? Warum sind Suchmaschinen auch in einem kritischen Licht zu betrachten?
- Auf was sollten Nutzer achten? Welchen Einfluss haben Betreiber von Suchmaschinen?
Was ist eine Suchmaschine?
Eine Suchmaschine ist eine Software, die dir hilft, Informationen im Web zu finden.
Sie besteht aus mehreren Komponenten, so dass möglichst gute Suchergebnisse geliefert werden können.
Suchmaschinentypen: Indexbasierte Suchmaschine , katalogbasiert Suchmaschine, semantische Suche, Metasuche und KI Suchmaschinen.
Links:
Tabelle von vielen Suchmaschinen
Beispiele
- DuckDuckGo ist vom Aspekt der Datenschutzes her interessant, denn diese Suchmaschine konzentriert sich auf Datenschutz und speichert keine Nutzerdaten oder Suchverläufe.
- Ecosia Pflanzt Bäume mit den Einnahmen aus Suchanfragen, basiert auf Bing.
Crawler: Ein Webcrawler nichts physisches, sonder ein Programm, das das Web automatisch durchsucht und Webseiten analysiert. Ein Crawler sammeln Informationen über diese Webinhalte, die Struktur und die Verlinkungen der Seiten. Diese Daten werden dann in einer Datenbank gespeichert, die von der Suchmaschine genutzt wird, um relevante Suchergebnisse bereitzustellen. Weitere Informationen finden Sie HIER.
Index: Die gesammelten Daten werden in einer riesigen Datenbank gespeichert, die als Index bezeichnet wird. Weitere Informationen finden Sie HIER.
Suchalgorithmus: Dies ist ein Programm, um den Index zu durchsuchen uns so die besten und relevantesten Ergebnisse für die Suchanfrage zu finden. Der Algorithmus analysiert die Suchanfrage, durchsucht den Index der Suchmaschine, bewertet anschliessend noch die gefundenen Suchergebnisse nach Relevanz und Qualität bevor die Suchergebnisse angezeigt werden (nutzerorientierte Art und Weise, Ranking). Diese Algorithmen sind sind für jede Suchmaschine eigen und gut gehütete Firmengeheimnisse, die viel über die Qualität der Suchergebnisse und somit der Beliebtheit der Suchmaschine entscheiden.HIER finden Sie weitere wertvolle Informationen.
Suchmaschinen testen
Wir arbeiten mit Soekia.ch eine für den Unterricht entwickelte „Demo-Suchmaschine“. Bearbieten Sie die folgenden Aufgaben, arbeiten Sie zu zweit und halten Sie die Erkenntnisse immer auf OneNote fest.
Suchmaschinen- Aufgaben
A. Öffnen Sie die Suchmaschine Soekia.ch und suchen Sie nach dem Begriff „Ozon“. Klicken Sie dann oben rechts Schaue hinein.
B. Hier findet sich ein Fenster in drei farblich gegliederten Zohnen: Blau für das Suchfenster, dann die mittlere Zohne der Index von Soekia und rechts in Grün, die Dokumente, auf welche sich der Index bezog.
Hier ist die Soekia-Suchmaschine nicht gleich einer echten Suchmaschine, weil jede Suchmaschine als Basis für die Indexbildung das gesamte Web zur Verfügung steht.
Jedoch kann die Dokumentensammlung erweitert werden. Beispielsweise kann ein neues Dokument mit einer KI-Abfrage zu Ozon (max. 500 Zeichen) erweitert werden.
C. Erstellen Sie den Index über “INDEX AUFBAUEN” in der roten „Index-Zohne“ und schauen Sie sich die Einträge im Index (“Stichwortverzeichnis der Suchmaschine”) an. Sie bemerken hier die Crowlersymbole.
- Wie viele Einträge hat der Index?
- Welche Wörter kommen besonders häufig in den Dokumenten vor?
- Wie behandelt die Suchmaschine Grosschreibung und Umlaute?
- Im Index kommen nicht nur Wörter vor, sondern auch Zahlen.
- Warum sollten wir die Zahlen auch in den Index aufnehmen?
- Es gibt Worte, die nicht in den Index aufgenommen werden sollten?
D. Durch das Rädchen oben rechts in der roten Zohne können Sie die „Stopworte“ festlegen, dies sind Worte, die beim Index-Aufbau herausgefiltert und ignoriert werden sollen. Welche Worte könnten als Stopworte gedeutet werden und wie verändert sich dann die Anzahl der Einträge und der gesamte Index?
E. Geben Sie als Suchanfrage “Ozon Atemnot” ein und schauen Sie sich die Treffer an. Warum findet die Suchmaschine alle diese Treffer? Können Sie die Frage beantworten, ob eine zu hohe Ozonbelastung zu Atemnot führen kann?
Die gefundenen Dokumente der Suchanfrage können als Matching betitelt werden und die Reihenfolge der Anzeige der Dokumente wird als Ranking bezeichnet. Hier spielt der Suchalgorithmus eine zentrale Rolle.
F. Suchmaschinen versuchen mit Hilfe von sogenannten Rangierungskriterien die Treffer in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Wenn Sie auf roten Balken “RANGIERUNG” klickst, können Sie beobachten, welche drei Rangierungskriterien unsere Suchmaschine verwendet. Diskutiert untereinander, ob Ihnen noch weitere Rangierungskriterien in den Sinn kommen. In dieser Aufgabe gewichten wir alle Rangierungskriterien gleich. Stellen Sie deshalb die drei Schieberegler ganz nach links. Gib die Suchanfrage “Ausdehnung Ozonloch Antarktis” ein und beobachten Sie die Reihenfolge der Treffer. Welches der drei Rangierungskriterien hat die Suchmaschine genutzt?
- Suchen Sie nun nach “Ozon Halogenverbindungen” und schauen Sie die ersten beiden Treffer genauer an. Welches der drei Rangierungskriterien hat die Suchmaschine wohl genutzt?
- Suchen Sie nach dem Begriff “Ausdehnung”. Warum zeigt die Suchmaschine die Treffer in dieser Reihenfolge an?
- Sie können auch mit den Schiebereglern experimentieren und so die Gewichtung der drei Rangierungskriterien verändern. Beobachten Sie, wie sich die Trefferliste verändert. Die Anzahl Ergebnisse bleibt dabei unverändert.
Nebenbei: Die Google Suche verwendet über 100 verschiedene Kriterien, um die Treffer zu ordnen.
Suchmaschinen kritisch betrachtet
Wir wissen alle, Suchmaschinen sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Mit wenigen Klicks liefern sie Antworten auf fast jede Frage, erleichtern den Zugang zu Informationen und beeinflussen, was wir wissen und wie wir es bewerten. Doch gerade in ihrer vermeintlichen Neutralität wird oft nur vorgeschwindelt: Die Algorithmen, die unsere Suchergebnisse ordnen, sind weder objektiv noch zufällig. Sie basieren auf wirtschaftlichen Interessen, Nutzerverhalten und oft undurchsichtigen Mechanismen, die bestimmte Inhalte bevorzugen und andere unsichtbar machen. Wer sich allein das Ergebnis von Google und co. verlässt, läuft Gefahr, in einer Filterblase zu landen, in der alternative Perspektiven nur mehr schwer durchdringen. Kritisches Hinterfragen der Quellen, Vergleichen unterschiedlicher Ergebnisse und das Bewusstsein für die Struktur solcher Systeme sind daher essenziell, um sich nicht von der vermeintlichen Allwissenheit der Suchmaschinen täuschen zu lassen.
Filterblase
Filterblasen: Was ist das? Im Buch"The filter Bubble" von Eli Parsier aus dem Jahr 2011 findet man folgende unten abgedruckte Zeilen:
Imagine a world where all the news you see is defined by your salary, where you live, and who your friends are. Imagine a world where you never discover new ideas. And where you can't have secrets. Welcome to 2011. Google and Facebook are already feeding you what they think you want to see. Advertisers are following your every click. Your computer monitor is becoming a one-way mirror, reflecting your interests and reinforcing your prejudices. The internet is no longer a free, independent space. It is commercially controlled and ever more personalised. „The Filter Bubble“ reveals how this hidden web is starting to control our lives - and shows what we can do about it.
Auftrag: Diskutieren Sie zu zweit diese Aussagen und fassen Sie in kurz zusammen, was Filterblasen sind, was die Vorteile und auch die Gefahren davon sein könnten. Finden Sie Beispiele von Filterblasen?
Fassen Sie die Erkenntnisse der oben bearbeiteten Aufgaben auf einem OneNote so zusammen, dass Sie diese für die Prüfung formuliert und in Worte gefasst aufgeschrieben haben!
Cookies
Was ist ein Cookie im digitalen Kontext?
Cookies sind kleine Textdateien, welche die Websites in den Browserverlauf von Nutzern platzieren. Cookies werden entweder vom jeweiligen Server an den Nutzer gesendet oder beim Aufruf einer Webseite generiert. Durch das Setzen von Cookies werden Besuche auf einer Webseite markiert und wiedererkannt, wodurch das Surfverhalten angepasst werden kann. Cookies dienen der Optimierung einer Seite für den Nutzer, bestimmte Cookie-Arten sind auch für die fehlerfreie Funktion der Webseite zuständig (z.B. Warenkorb-Cookies in Onlineshops).
Generell kann zwischen drei Arten von Cookies unterschieden werden: Für die Funktion einer Seite notwendige Cookies, Performance oder funktionelle Cookies, Tracking- und Werbe-Cookies.
Informationssuchen für einen Steckbrief:
Finden Sie unter den folgenden Links und mit Hilfe von Suchmaschinen heraus, was Cookies sind, was passiert, wenn wir diese alle akzeptieren und wie wie sie auch blockieren können. Dabei müssen Sie mindestens eine Studie angeschaut haben (Lassen Sie sich den Text übersetzen, oder lesen Sie diesen in Englisch!) Als Ergebnis der Recherche erstellen Sie einen kurzen Steckbrief samt den für Sie beeindruckendsten und wichtigsten Erkenntnissen. Quellen müssen auch angegeben werden!
Was ist ein First-Party-Cookie?
Beim erstmaligen Besuch eine Website, generiert der Webserver normalerweise ein sogenanntes First-Party-Cookie, das sämtliche erforderlichen Einstellungen und Eingaben des Nutzers speichert. Bei einem erneuten Besuch der Website wird dieses First-Party-Cookie ausgelesen, um Einstellungen und andere Informationen wie Log-in-Daten erneut abzurufen. Dadurch verbessert sich die Nutzerfreundlichkeit. Diese Cookies werden von Browsern nicht an Dritte weitergegeben.
Was ist ein Third Party-Cookie?
Third Party-Cookies oder auch Tracking-Cookies genannt, sind ein häufig verwendetes Mittel den Nutzer einer Webseite zu markieren, um ihn später wieder erkennen zu können. Diese Cookies werden dazu genutzt, um das Surfverhalten eines Nutzers über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Sie dienen also dazu, gezielt Werbung schalten zu können. Diese Cookies werden oft nicht von der Website selbst, sondern von Drittanbietern (Werbebannern, Werbung auf der Seite oder ähliches) gesetzt. Das geschieht auch ohne explizite Anmeldung durch den Benutzer auf einer Website und über mehrere Webangebote hinweg. Dabei liefern die Cookies nützliche Informationen wie die Navigation des Nutzers über Links, die Verweildauer auf verschiedenen Webseiten und Seitenaufrufe sowie die Häufigkeit der Seitenaufrufe. Nutzer werden so sehr lange, stark und detailliert getrackt. Dies ist der Grund, warum sich Cookies seit Längerem in der Schussbahn von Datenschützern und somit auch in öffentlicher Kritik befinden.
Beispiel: Wie Third-Party-Cookies funktionieren
Beispiel: Wie Third-Party-Cookies funktionieren Sie besuchen zum ersten Mal einen Mode-Onlineshop, den Sie über eine Suchmaschine gefunden haben. Die Website enthält Werbeanzeigen für Ferienanbieter (Drittanbieter).
- Zunächst klärt Sie die Seite auf das «Erlauben» und akzeptieren die Erklärung, woraufhin Ihr Webbrowser zwei Cookies generiert: ein First-Party-Cookie des Webseitenbetreibers und ein Third-Party-Cookie des werbetreibenden Servers. Fortan sammeln die beiden Cookies Informationen über Ihr Verhalten auf der Website.
- Auf der Mode-Website interessieren Sie sich vor allem für braune Lederschuhe und rufen daher mehrere detaillierte Seiten zu Produkten auf. Damit Sie nicht die Übersicht verlieren, legen Sie einige Schuhe in den Warenkorb – was das First-Party-Cookie prompt mitnotiert, damit der Warenkorb sich zwischendurch nicht leert, selbst wenn Sie nicht eingeloggt sind. Diese Informationen schreibt auch das Third-Party-Cookie mit, weil er sich dafür interessiert, welche Art von Produkt Sie eventuell kaufen möchten.
- Die Werbeanzeigen des Urlaubsanbieters nehmen Sie nur halbherzig wahr. Dieses Jahr sind Ferien schon geplant.
- Sie sind noch nicht ganz mit der Auswahl an Schuhen zufrieden und öffnen ein neues Browserfenster, um erst einmal online weiter zu suchen. Schließlich wollen Sie Preise vergleichen.
- Auch im nächsten Onlineshop akzeptierne Sie die Nutzungsbedingungen. Es werden Cookies erzeugt. Außerdem erscheinen hier Anzeigen desselben Werbetreibenden (Ferienportal), dessen Webserver Sie prompt wiedererkennt.
- Sie wollen eigentlich nach braunen Lederschuhen suchen, aber die Winterjacken sind auch sehr preiswert und gefallen Ihnen gut. Sie besuchen Produktseiten dieser Jacken. Beide Cookies (First und Third) zeichnen das auf.
- Sie haben sich entschieden und kaufen eine Winterjacke, aber keine Schuhe. Das Third-Party-Cookie merkt sich das, und der Server interpretiert das so, dass Sie sich nach wie vor für den Kauf einer braunen Lederschuhen interessieren.
- Sie schließen die Browserfenster beider Shops. Die Session ist beendet und die Cookies sind ‚stillgelegt‘, verschwinden aber nicht von Ihrer Festplatte (es sei denn, Sie haben Ihren Browser veranlasst, sie nach jeder Session zu löschen).
- Als Sie später am Tag Ihre E-Mails über den Broswer lesen wollen, wird in der Werbeanzeige für braune Lederschuhe anstelle der Ferien geworben. Das funktioniert, indem der Server seinThird-Party-Cookie ausliest, das nach wie vor auf Ihrem Rechner gespeichert ist.
Aufgaben zu den Cookies
- Suchen sie in den Einstellungen Ihres Broswers nach den Cookies und den Einstellungen, welche Cookies gesetzt worden sind, falls Sie mögen, können sie diese auch deaktivieren oder löschen. Tipps
Lernziele
Lernziele
- Sie wissen, was eine Suchmaschine ist, welche verschiedenen Typen es gibt und welcher Typ welche Vor- und Nachteile mit sich bringt.
- Sie kennen die wichtigsten Tricks zum Suchen im Web.
- Sie wissen was Cookies sind und können dies in einfachen Worten erklären.
- Sie können die Vor- und Nachteile von Cookies aufzählen
- Sie können differenziert Stellung nehmen zu Deepfakes, Fake News, Filterblasen und Desinformation.
